Guerino Paltenghi (* 1935) – Zwischen Tessiner Licht und stiller Poesie

Guerino Paltenghi (*1935 in Croglio, Tessin) kam bereits als Kind durch seinen Onkel, den Maler Giordano Passera, mit der Kunst in Berührung. Obwohl sein Berufswunsch ursprünglich Maler war, absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Architekturzeichner und führte später ein Architekturbüro in Château-d’Œx. Mit etwa fünfzig Jahren gab er seinen Beruf auf, um sich ganz der Malerei zu widmen.

Paltenghis Werk umfasst Landschaften, Stillleben und später auch abstrakte Kompositionen. Charakteristisch sind seine ruhige Bildsprache, die weichen Farbtöne sowie eine eigenständige Technik, bei der er Papiercollagen in die Malerei integriert und so besondere Licht- und Oberflächenwirkungen erzielt. Seine Bilder feiern die Schönheit der Natur und vermitteln eine Atmosphäre von Stille, Gelassenheit und Besinnung.

Seit den 1980er-Jahren stellt Guerino Paltenghi regelmässig in der Schweiz aus. Zu seinem 80. Geburtstag widmete ihm das Musée de Charmey eine Retrospektive, die seine Entwicklung von der Landschaftsmalerei über Stillleben bis hin zur Abstraktion nachzeichnete. 2025 wurde anlässlich seines 90. Geburtstags erneut eine grössere Ausstellung gezeigt.

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