Schmutz Werner (1910–2003) – Schweizer Maler und Bewahrer bernischer Lebenswelten
Der Schweizer Künstler Werner Schmutz wurde am 16. Juli 1910 in Lindenthal bei Boll (Gemeinde Vechigen) geboren und starb am 17. Juli 2003 in Bern. Nach einer Ausbildung zum Schriften- und Dekorationsmaler sowie zum Grafiker entwickelte er sich zu einem vielseitigen Kunstmaler, Zeichner und Grafiker. Unterricht bei Leo Steck und später bei Max von Mühlenen prägte seine künstlerische Entwicklung nachhaltig.
Sein Werk ist eng mit dem Bernbiet verbunden. Schmutz malte Landschaften, Bauernhäuser, Dorfansichten und Naturszenen, die von einer tiefen Verbundenheit mit seiner Heimat zeugen. Daneben war er ein gefragter Bauernmaler, restaurierte historische Objekte und schuf Wandmalereien sowie Glasfenster. Charakteristisch für seine Arbeiten sind eine klare Bildsprache, sorgfältige Naturbeobachtung und oft ornamentale Rahmungen, die zu seinem Markenzeichen wurden.
1958 wurde er Mitglied der Gesellschaft Schweizerischer Maler, Bildhauer und Architekten (heute Visarte) und amtierte von 1967 bis 1972 als Präsident der Berner Sektion. Für sein umfangreiches künstlerisches Schaffen erhielt er mehrere Ehrungen, darunter 1982 die Ehrenmedaille der Burgergemeinde Bern. Sein Nachlass umfasst heute rund 1200 Werke.