Bohren Max (1902–1971) – Schweizer Maler zwischen Realismus und Moderne 

Max Bohren war ein bedeutender Schweizer Maler, Zeichner, Aquarellist und Lithograf des 20. Jahrhunderts. Nach seiner Ausbildung an der Gewerbeschule Bern studierte er unter anderem bei dem Berner Künstlerpaar Victor Surbek und Marguerite Frey-Surbek. Dank mehrerer eidgenössischer Kunststipendien unternahm er Studienreisen nach Paris, in die Toskana und nach Korsika, die sein künstlerisches Schaffen nachhaltig prägten. 


Sein umfangreiches Werk umfasst Landschaften, Stillleben, Porträts und Alltagsszenen. Der Künstler entwickelte eine eigenständige, gegenständliche Bildsprache, die zwischen traditionellem Realismus und moderner Auffassung vermittelt. Charakteristisch sind seine klare Komposition, die intensive Farbigkeit und die sensible Beobachtung von Natur und Mensch. Nach Aufenthalten in Frankreich, Korsika und Ostfriesland liess er sich im Markgräflerland nieder, blieb jedoch zeitlebens mit seiner Schweizer Herkunft verbunden. 


Zu seinem Themenkreis gehörten immer wieder Landschaften und Bergmotive der Schweiz, darunter auch Darstellungen der Jungfrau und anderer Alpenpanoramen. Sein Nachlass umfasst mehrere Tausend Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle und zählt zu den bedeutenden Künstlernachlässen der Schweizer Gegenwartskunst des 20. Jahrhunderts.

Keine Produkte gefunden