Stähli Hans (1889–1963) – Schweizer Maler zwischen Fels und See

 

Hans Stähli war ein Schweizer Landschafts- und Figurenmaler (31. März 1889 in Schwanden (Gemeinde Schüpfen) – 3. September 1963 in Frutigen), der eng mit dem Berner Oberland verbunden war. Ursprünglich absolvierte er eine Ausbildung im landwirtschaftlichen Bereich und studierte später Agronomie an der ETH Zürich. Parallel dazu entwickelte er jedoch früh eine starke künstlerische Neigung.

Seine künstlerische Ausbildung führte ihn unter anderem an die Kunstgewerbeschule Basel (1933) sowie auf Studienreisen nach Paris (1936) und in die Provence (1948), die seinen Stil nachhaltig prägten.

Stähli arbeitete zeitlebens eng mit der Natur: Er malte oft direkt vor dem Motiv und entwickelte daraus eine gegenständliche, stark landschaftsbezogene Bildsprache. Seine bevorzugten Sujets waren die Landschaften des Berner Oberlands, insbesondere rund um Brienz und den Brienzersee, aber auch der Thunersee und alpine Regionen.

In seinen Werken zeigt sich eine Entwicklung von eher dunkler, verdichteter Malweise hin zu helleren, freieren und farbintensiveren Kompositionen. Typisch sind eine klare Bildstruktur, plastische Felsenformationen und eine starke Naturverbundenheit.

Neben Landschaften schuf er auch Porträts, Tierdarstellungen, Stillleben und Interieurs. Sein Gesamtwerk umfasst über tausend Gemälde sowie zahlreiche Zeichnungen und Aquarelle.

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